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Geschichte
Vom Pferde Omnibus zu Niederflur-Gelenkautobussen
Bereits 1871 wurde in Bern die erste Omnibuslinie vom
Bärengraben zur Linde in Betrieb genommen, die 1885
bis zum Bahnhof und zum Friedhof verlängert wurde.
Eine weitere fuhr bis nach Wabern. 1888 wurde die Berner
Tramway Gesellschft gegründet, die 1890 auf der Linie
Bärengraben bis Friedhof ein Lufttram in Betrieb
nahm. Kurze Zeit später, 1894, wurden auf der Linie
Länggasse – Bahnhof - Wabern Dampftrams eingesetzt.
1900 wurde aus der Tramway Gesellschaft die Städtische
Strassenbahn Bern, Eigentümerin wurde die Stadt Bern.
Daraufhin folgte die Elektrifzierung der Tramlinien. Bereits
1909 stieg die Zahl der Reisenden zum ersten Mal über
die 10 Millionen-Grenze.
Bis 1910 wurde die Strecke vom Bahnhof zum Zytglogge im
Hinblick auf das Eidgenössiche Schützenfest
auf Doppelspur ausgebaut. Mit der Inbetriebnahme von Autobussen
auf der Linie Ostermundigen – Bern – Bümpliz
wurde neben der Städtische Strassenbahn (SSB) die
Stadt-Omnibus Bern (SOB) gegründet. Es folgte eine
ganze Reihe von neuen Autobuslinien: nach Gurten/Gartenstadt,
nach Köniz, nach Wyler, Schosshalde und Bremgarten
und zum Tierpark.
Während des 2. Weltkrieges mussten zwecks Einsparung
von Treibstoff sowie infolge Personalmangels starke Einschränkungen
im Fahrplan vorgenommen werden. In diese Zeit fällt
die etappenweise Einführung der ersten Trolleybuslinie
vom Bahnhof in die Schosshalde.
1947 wurden die beiden Unternehmungen SSB uns SOB unter
der Bezeichnung Städtische Verkehrsbetriebe Bern
(SVB) zusammengeführt.
1964 wurde der erste Gelenkautobus eingesetzt.
1965 wurden die ersten Billetteusen angestellt.
Das erste Gelenktram kam 1966 in Betrieb.
1967 kam die schrittweise Einführung der automatischen
Fahrgastabfertigung mit unbedientem Anhängewagen.
Die letzte grössere Veränderung erfuhr das Tramnetz
mit der Eröffnung der Tramstrecke vom Burgenziel
bis Saali 1973.
Im Busnetz gab es weiterhin Zuwachs, sei es durch Verlängerung
von einzelnen Linien, etwa der Linie 13 (Bümpliz),
der Linie 21 (Stuckishaus) oder durch Inbetriebnahme neuer
Linien, zum Beispiel der Linien 22 (obere Zollgasse –
Tiefenmösli) und 23 (Blinzern), 24 (Bethlehem –
Gumme).
In den letzten Jahren fanden immer wieder Linienoptimierungen
statt. Und auch das Rollmaterial wurde modernisiert und
hält Schritt einerseits mit den gestiegenen Anforderungen
der Fahrgäste, anderseits mit dem Stand der Technik.
So werden heute 80 Prozent der gefahrenen Kilometer mit
Niederflurfahrzeugen zurückgelegt: 22 neue Gelenkautobusse
HESS/Volvo sowie 15 Combino-Trams verstärken seit
2003 respektive 2004 die Niederflurflotte. Auch das Fahrgastinformationssystem
mit den Innenanzeigen sowie den rund 100 über das
Netz verteilten Smartinfos mit Realzeit-Angabe entspricht
dem heutigen Stand der Technik und stellt gerade auch
für sehbehinderte und blinde sowie für hörbehinderte
und gehörlose Fahrgäste eine wichtige Orientierungshilfe
dar.
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