BERNMOBIL will Linie 17 auf Betrieb mit Elektrobussen umstellen

BERNMOBIL plant, ab Herbst 2018 die Linie 17 fahrplanmässig mit Elektrogelenkbussen zu betreiben. Ziel ist, mit diesem Pilotbetrieb Erfahrungen zu sammeln, um künftig auch auf anderen Linien Elektrobusse ohne Fahrleitung einsetzen zu können. Das Projekt erhält breite Unterstützung der öffentlichen Hand.

Ab Herbst 2018 sollen im Rahmen eines Pilotbetriebs auf der Linie 17 fünf elektrisch angetriebene Gelenkbusse verkehren. Aufgrund der eingeschränkten Reichweite der Elektrobusse ist dieser Betrieb wesentlich anspruchsvoller als mit Diesel- oder Gasbussen. Mit diesem Pilotbetrieb will BERNMOBIL Erfahrungen im fahrplanmässigen Betrieb mit Elektrobussen auf einer städtisch geprägten Linie sammeln.

Umweltfreundlich und energiesparend
BERNMOBIL hat sich zum Ziel gesetzt, ihre Gasbusse, die ab dem Jahr 2020 sukzessive abgelöst werden müssen, durch einen möglichst hohen Anteil an elektrisch angetriebenen Fahrzeugen zu ersetzen. Die Elektrobusse weisen deutliche Vorteile gegenüber Gas- oder Dieselbussen auf. Sie sind leise, verbrauchen deutlich weniger Energie, stossen keine Schadstoffe aus und ermöglichen dank Strom aus erneuerbaren Quellen einen CO2-neutralen Betrieb. Allein auf der Linie 17 wird BERNMOBIL jährlich rund 600 Tonnen CO2 einsparen können. Damit will BERNMOBIL ihren Beitrag leisten, um die Lebensqualität in der Stadt und Region Bern weiter zu verbessern, und um die energie- und klimapolitischen Ziele der bedienten Gemeinden zu erreichen. „Das neue Bussystem passt zu unserer Stadt, die ökologisch und innovativ ist“, sagte Ursula Wyss, Direktorin für Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün und Verwaltungsratspräsidentin BERNMOBIL an der heutigen Medienkonferenz. Positiv sei zudem, dass die Elektrogelenkbusse deutlich leiser seien, so Wyss weiter. „Der Kanton Bern unterstützt das Vorhaben, weil auch der Verkehr mit rund einem Drittel der CO2-Emissionen seinen Beitrag zum Klimaschutz leisten muss. Das Pilotprojekt liegt voll und ganz auf der Linie der kantonalen Energiestrategie“, erläuterte Regierungsrätin Barbara Egger-Jenzer, Direktorin der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion vor den Medien. BERNMOBIL nimmt mit diesem Pilotbetrieb wie bereits bei den Hybridbussen schweizweit eine Vorreiterrolle ein.

Zwischenladen an Endhaltestelle
In einer Vorstudie hat BERNMOBIL die Machbarkeit eines Elektrobusbetriebs auf der Linie 17 abgeklärt. Die Linie 17 ist aufgrund ihrer Länge, Topographie und dem Taktintervall von maximal 7,5 Minuten für einen Pilotbetrieb ideal. Als Bestlösung haben sich Elektrobusse erwiesen, die an der Endhaltestelle Weiermatt während der Aufenthaltszeit jeweils die Batterie nachladen können. Damit können die Elektrobusse ein ganzes Tagespensum von fast 300 Kilometern auf der Linie 17 zurücklegen. An der Endhaltestelle Weiermatt soll dafür eine Ladestation errichtet werden. Über Nacht werden die Batterien der Busse in der Garage am Eigerplatz wieder vollgeladen.

Breite Unterstützung der öffentlichen Hand
Für den Pilotbetrieb rechnet BERNMOBIL mit Investitionskosten von rund 5 Millionen Franken für die fünf Fahrzeuge sowie die Ladeinfrastruktur an der Endhaltestelle Weiermatt und in der Garage Eigerplatz. Eine genaue Kostenangabe wird erst im Frühling 2017 möglich sein, wenn die verbindlichen Angebote der Lieferanten vorliegen werden.
Die Investitionskosten werden durch Beiträge des Kantons Bern, des Fonds für erneuerbare Energien von ewb (Ökofonds), der Gemeinde Köniz sowie von BERNMOBIL selber getragen. „Die Könizer Bevölkerung profitiert direkt von der geringeren Lärm- und Schadstoffbelastung. Deshalb begrüsst und unterstützt Köniz das Projekt“, sagte der Gemeindepräsident von Köniz, Ueli Studer vor den Medien.

Weiteres Vorgehen
BERNMOBIL wird Ende November 2016 die Beschaffung der Fahrzeuge und der Ladeinfrastruktur öffentlich ausschreiben. Nachdem BERNMOBIL und die Politik die ersten Schritte zum Einsatz von Elektrobussen gemacht haben, erwarten sie nun von der Industrie entsprechende Offerten. Nach Auswertung der Angebote wird der Verwaltungsrat BERNMOBIL im Frühling 2017 definitiv über die Realisierung eines Pilotbetriebs auf der Linie 17 entscheiden. Die Betriebsaufnahme wird voraussichtlich im Herbst 2018 erfolgen können.

 

rme

Weitere Dokumente

Referat_René_Schmied_MK_Elektromobilität_Bus.pdf
Referat_Thomas_Ledergerber_MK_Elektromobilität_Bus.pdf
Ursula_Wyss_MK Elektromobilität.pdf
Ueli_Studer_mk_elektrobusse.pdf
RR_Barbara_Egger_MO_BERNMOBIL_Elektrobusse.pdf

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