BERNMOBIL beschliesst Pilotbetrieb mit Elektrobussen auf Linie 17

Um die Umweltfreundlichkeit ihres Angebots weiter zu verbessern, will BERNMOBIL künftig auch auf Buslinien elektrisch angetriebene Fahrzeuge ohne Fahrleitung einsetzen. Für einen Pilotbetrieb auf der Linie 17 hat der Verwaltungsrat gestern die Investition für die Beschaffung von fünf Elektrogelenkbussen bei der Firma Carrosserie Hess AG in Bellach inklusive Ladeinfrastruktur genehmigt. Der Pilotbetrieb soll Ende 2018 starten.

BERNMOBIL hat Ende 2016 die Beschaffung von fünf Elektrogelenkbussen inklusive Ladeinfrastruktur für einen vierjährigen Pilotbetrieb auf der Linie 17 öffentlich ausgeschrieben. Der Verwaltungsrat BERNMOBIL hat gestern beschlossen, den Auftrag dafür an die Firma Carrosserie Hess AG in Bellach zu erteilen. Sie hatte das beste Angebot eingereicht. Die Carrosserie Hess AG wird fünf Gelenkbusse mit einer Länge von rund 18,7 Metern, eine Ladestation für die Endhaltestelle Weiermatt sowie fünf Ladestationen für die Garage Eigerplatz liefern. Die Fahrzeuge entsprechen weitgehend den neuen Trolleybussen, die BERNMOBIL ab Ende 2017 auf ihrem Netz einsetzen wird.

Schnellladung an der Endhaltestelle
BERNMOBIL hatte sich in einer Machbarkeitsstudie im Jahr 2016 dafür entschieden, Elektrobusse zu beschaffen, die jeweils an der Endhaltestelle Weiermatt die Batterie nachladen können. Das Nachladen wird jeweils während der Aufenthaltszeit über einen Pantographen (Stromabnehmer) erfolgen, der sich von der Ladestation auf das Fahrzeug absenken wird. Dank diesen Schnellladungen können die Busse ein ganzes Tagespensum auf der Linie 17 zurücklegen. Über Nacht wird die Batterie der Busse in der Garage Eigerplatz wieder voll aufgeladen werden.
Mit dem Pilotbetrieb auf der Linie 17 will BERNMOBIL vor allem betriebliche Erfahrungen im Hinblick auf die nächste Ersatzbeschaffung von Gelenkautobussen im Jahre 2020 sammeln. BERNMOBIL will künftig auch auf anderen Buslinien einen möglichst hohen Anteil elektrisch angetriebener Busse einsetzen. Elektrische Fahrzeuge sind leise, verbrauchen deutlich weniger Energie, stossen keine Schadstoffe aus und ermöglichen dank Strom aus erneuerbaren Quellen einen CO2-neutralen Betrieb. BERNMOBIL leistet damit ihren Beitrag zum Schutz des Klimas und für eine bessere Lebensqualität in der Agglomeration Bern.
Der Pilotbetrieb wird durch Beiträge des Kantons Bern, der Stadt Bern, des Ökofonds von ewb sowie der Gemeinde Köniz massgeblich finanziert. Die Investitionskosten für den vierjährigen Pilotbetrieb betragen rund 4,5 Millionen Franken.

Weiteres Vorgehen
BERNMOBIL wird im Sommer 2017 das Baugesuch für die Errichtung der Ladestation an der Haltestelle Weiermatt bei der Gemeinde Köniz einreichen. Der Bau der Ladestation ist 2018 geplant. Voraussichtlich im Herbst 2018 werden die Fahrzeuge geliefert und anschliessend in Betrieb genommen. BERNMOBIL rechnet mit der Aufnahme des Pilotbetriebs per Ende 2018.

rme

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