Neue Trams für Bern

BERNMOBIL hat heute die Beschaffung von 20 Trams sowie eine Option für den Bezug von bis zu 30 weiteren Fahrzeugen öffentlich ausgeschrieben. Die ersten neuen Tram-züge sollen 2023 durch die Stadt Bern rollen.

2023 muss BERNMOBIL die 12 Vevey-Trams Be 4/8 aus Altersgründen ersetzen. Ebenfalls erreichen die 9 Trams Be 4/10 des RBS, die auf der Linie 6 im Einsatz stehen, 2024 ihr Lebensende. Um die Tramflotte weiter zu vereinheitlichen, haben BERNMOBIL und RBS sich darauf verständigt, dass BERNMOBIL die Ersatzfahrzeuge für die Linie 6 beschaffen wird. Mit dem Tram Bern Ostermundigen sowie der Verlängerung der Tramlinie 9 nach Kleinwabern sollen zudem im Zeitraum ab 2027 Ausbauten des Tramnetzes realisiert sein, die eine Erweiterung der Tramflotte nötig machen. BERNMOBIL hat heute die Beschaffung dieser Fahrzeuge öffentlich ausgeschrieben. Sie sollen beim gleichen Lieferanten in zwei Etappen beschafft werden.

30 bis 40 neue Trams

Die Ausschreibung umfasst die Beschaffung von 20 Zweirichtungstrams als Grundbestellmenge sowie eine Option für den Bezug von bis zu 30 weiteren Fahrzeugen. Für den Ersatz der Vevey- und RBS-Trams in den Jahren 2023 und 2024 (1. Etappe) wird BERNMOBIL mindestens 20 Zweirichtungsfahrzeuge beschaffen. Ein allfälliger Mehrbedarf soll über die Option voraussichtlich mit Einrichtungsfahrzeugen abgedeckt werden. Für Tram Bern Ostermundigen, die Linienverlängerung nach Kleinwabern sowie allfällige weitere Angebotsausbauten im Zeitraum ab 2027 (2. Etappe) steht die genaue Anzahl Fahrzeuge noch nicht fest. Diese wird in den kommenden Jahren geklärt werden, so dass die benötigte Anzahl Trams zeitgerecht aus der Option abgerufen werden kann.

Mehr Zweirichtungsfahrzeuge

BERNMOBIL hat sich nach eingehender Prüfung dafür entschieden, teilweise Zweirichtungsfahrzeuge, also Trams mit zwei Führerständen zu beschaffen. Bisher betreibt BERNMOBIL ihr Liniennetz mit Ausnahme der Linie 6 Fischermätteli – Worb Dorf ausschliesslich mit Einrichtungsfahrzeugen. Mit den neuen Zweirichtungsfahrzeugen kann BERNMOBIL die betriebliche Flexibilität auf ihrem Tramnetz erhöhen. Diese können unterwegs ihre Fahrtrichtung mit einem Gleiswechsel ändern, während Einrichtungsfahrzeuge auf Wendeschlaufen angewiesen sind. Solche Gleiswechsel sollen in den nächsten Jahren an geeigneten Orten auf dem Tramnetz eingebaut werden. Mit der Beschaffung von 20 Zweirichtungsfahrzeugen in der 1. Etappe kann die Linie 6 wie bisher mit Zweirichtungsfahrzeugen betrieben werden. Zusätzlich kann BERNMOBIL bei Baustellen, Veranstaltungen oder anderen Störfällen auf ein bis zwei weiteren Tramlinienästen den Trambetrieb dank den Zweirichtungsfahrzeugen weiter aufrechterhalten.

Berner Trams

Die neuen Trams sollen maximal 43 Meter lang und mindestens 52 Sitzplätze in den Zweirichtungs- bzw. 68 Sitzplätze in den Einrichtungsfahrzeugen aufweisen. Für eine hohe Kapazität werden die Trams stehplatzoptimiert und mit grosszügigen Multifunktionszonen für Rollstühle, Kinderwagen und Gepäck ausgestattet sein. Der gesamte Innenraum wird für einen optimalen Fahrgastfluss komplett niederflurig sein, jede Türe wird zudem für einen barrierefreien Ein- und Ausstieg einen Schiebetritt zur Spaltüberbrückung an den Haltestellen aufweisen. Die neuen Fahrzeuge werden vollständig klimatisiert sein. Ebenfalls möchte BERNMOBIL Fahrerassistenzsysteme einsetzen, um die Sicherheit des Fahrbetriebs weiter zu erhöhen. Erstmals hat BERNMOBIL in die Ausschreibung auch Vorgaben zum Fahrzeugdesign aufgenommen. Zusammen mit der Designfirma Milani hat BERNMOBIL Designelemente erarbeitet, die dem Tram ein eigenständiges, zur Stadt Bern und zu BERNMOBIL passendes Aussehen verleihen soll.

Zeitplan

Die Lieferanten haben bis Anfang März 2019 Zeit, ihre Angebote einzureichen. Anschliessend wird BERNMOBIL die Offerten auswerten. Die Erteilung des Zuschlags an das wirtschaftlichste Angebot ist per Ende 2019 geplant. Das erste Tram soll Anfang 2023 geliefert werden, das letzte der 23 Trams der 1. Etappe im Herbst 2024.

BERNMOBIL geht für die gesamte Trambeschaffung von einem Investitionsvolumen von über 100 Millionen Franken aus. Damit wird es das grösste Beschaffungsvorhaben sein, das BERNMOBIL in ihrer Geschichte durchgeführt hat.

 

rme

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