Elektrobusse bewähren sich im fahrplanmässigen Einsatz

Seit dem 21. Februar 2019 sind auf der Linie 17 Bern Bahnhof – Köniz Weiermatt alle fünf Elektrobusse fahrplanmässig unterwegs. Die ersten Erfahrungen zeigen, dass der elektrische Betrieb von Buslinien heute alltagstauglich ist.

Der Pilotbetrieb von BERNMOBIL auf der Buslinie 17 zeigt, dass der fahrplanmässige Linienbetrieb mit Batteriebussen funktioniert. Seit knapp einem Monat fahren auf der Linie 17 fünf Batteriebusse fahrplanmässig. Fahrzeuge mit fossilem Antrieb werden nur noch eingesetzt, sofern ein Batteriebus aus technischen Gründen nicht verfügbar ist. Die Busse laden an der Endhaltestelle Weiermatt in Köniz ihre Batterie jeweils an einer Schnellladestation während ihrer fahrplanmässigen Aufenthaltszeit nach. Die Reichweite einer vollgeladenen Batterie beträgt rund 40 km. Damit kann ein Batteriebus bis zu dreimal an der Endhaltestelle Köniz Weiermatt durchfahren, ohne die Batterie nachzuladen. Bei Bedarf kann die Batterie über Nacht auch in der Garage Eigerplatz geladen werden.

Erste Erfahrungen sind positiv

Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass während den Hauptverkehrszeiten am Morgen und Abend die geplanten Ladezeiten an der Endhaltestelle bei verkehrsbedingten Verspätungen nicht eingehalten werden können. Dies hat BERNMOBIL bereits bei der Auslegung des Fahrzeugs berücksichtigt. Entsprechend sinkt der Ladestand der Batterien während dieser Zeiten ab. In den nachfolgenden Stunden kann die Batterie aber jeweils mit jedem Schnellladevorgang von rund sechs Minuten sukzessive wieder ganz aufgeladen werden. Die Busse können so den ganzen Tag fahren. Das Schnellladesystem und die Reichweite der Batterie von rund 40 km erweisen sich aufgrund der ersten Erfahrungen im Alltag als praxistauglich. Der vorerst auf vier Jahre angelegte Pilotbetrieb wird zeigen, ob sich diese Technologie auch langfristig bewähren wird.

Finanzierung als Hürde

Mit dem elektrischen Betrieb der Buslinie 17 reduziert BERNMOBIL ihren CO2-Ausstoss pro Jahr um über 500 Tonnen. Zusätzlich reduziert sich der Lärm für die Anwohnerinnen und Anwohner der Buslinie 17 spürbar. Diese Umweltvorteile sind zurzeit noch mit erheblichen Mehrkosten verbunden. Die eingesetzten Elektrobusse kosten rund das Doppelte eines Dieselbusses. Hinzu kommen die Investitionskosten für die Ladestationen. BERNMOBIL zeigt mit ihrem Pilotbetrieb auf, dass diese zusätzlichen öffentlichen Mittel sinnvoll eingesetzt werden und einen erheblichen Nutzen stiften. BERNMOBIL nimmt mit dem elektrischen Betrieb der Buslinie 17 eine Pionierrolle in der Schweiz wahr.

rme

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