Selbstfahrender Bus nimmt Betrieb auf

Erstmals wird ab 8. Juli 2019 ein selbstfahrender Kleinbus in Bern fahren und Fahrgäste transportieren. Die Linie 23 führt von der Talstation der Marzilibahn via Marzili- und Mattequartier zum Bärenpark. BERNMOBIL führt diesen Versuchsbetrieb zusammen mit der Stadt Bern, Energie Wasser Bern und der Genossenschaft Migros Aare durch.

Die Zukunft der Mobilität wird ab Montag, 8. Juli 2019 in der Matte/Marzili konkret erlebbar. Mit der Inbetriebnahme der Linie 23 Talstation Marzilibahn - Bärenpark wird BERNMOBIL erstmals in der Stadt Bern einen selbstfahrenden Kleinbus als Versuchsbetrieb fahrplanmässig für den Fahrgasttransport einsetzen. Der selbstfahrende Bus fährt von Montag bis Freitag jeweils von 9 – 17 Uhr im Stundentakt. Ab der Talstation Marzilibahn fährt er jeweils zur vollen Stunde, ab der Haltestelle Bärenpark jeweils zur halben Stunde. Der Shuttle ist gut in das bestehende ÖV-Angebot integriert: Beim Bärenpark besteht Anschluss auf die Buslinie 12, am anderen Linienende auf die Marzilibahn. Ab Dezember soll auch der Mattelift bedient werden. Das Fahrzeug kann maximal 8 Personen plus die Begleitperson transportieren. Die Benutzung der Linie 23 ist für die Fahrgäste gratis.

Versuchsbetrieb mit Unbekannten

"Dieser Versuch wird Hinweise über den Einsatz dieser Technologie im ÖV geben können, aber noch keine hinreichende Grundlage bilden, um über ihren regulären Einsatz entscheiden zu können," dämpfte Gemeinderätin Ursula Wyss die Erwartungen. Gleichzeitig tönte sie aber auch das Potenzial dieser Technologie an, den Verkehr in Zukunft grundlegend zu verändern. "Die Linie 23 ist ein Versuchsbetrieb, der in erster Linie dazu dient, Erfahrungen im Umgang mit dieser Technologie zu sammeln" betonte auch René Schmied, Direktor BERNMOBIL am Medienanlass. BERNMOBIL betritt mit diesem Versuchsbetrieb Neuland. Es ist davon auszugehen, dass zu Beginn Etliches noch nicht wie geplant klappen wird, oder bisher unbekannte Hürden auftreten werden. BERNMOBIL hat daher ein konventionelles Fahrzeug als Reserve eingeplant, um das Angebot bei einem Ausfall des selbstfahrenden Shuttles möglichst aufrecht zu erhalten. Zudem ist stets eine Begleitperson auf dem Fahrzeug anwesend, die jederzeit eingreifen und das Fahrzeug manuell steuern kann.

Erkenntnisse teilen

Die Betriebsbewilligung des UVEK ist für zwei Jahre gültig. Wie lange der Versuchsbetrieb auf der Linie 23 dauern wird, steht zurzeit noch nicht genau fest. BERNMOBIL und die Projektpartner Stadt Bern, Energie Wasser Bern und Genossenschaft Migros Aare werden die Erkenntnisse auswerten und diese allen interessierten Kreisen zur Verfügung stellen. Dies ist auch ein grosses Anliegen von Gemeinderätin Ursula Wyss: "Die Erkenntnisse aus allen laufenden Versuchen mit selbstfahrenden Fahrzeugen sollen vorbehaltlos ausgetauscht, kritisch reflektiert und für weitere Forschungsarbeiten und Versuche die nötigen Schlüsse gezogen werden." Der Versuchsbetrieb in Bern soll dazu beitragen, das autonome Fahren in der Schweiz weiterzuentwickeln, damit dieses zum Vorteil der Bevölkerung und der Kundinnen und Kunden genutzt werden kann.

 

 

rme

Weitere Dokumente

MK Selbstfahrender Bus_UWy_20190628.pdf
Referat_RSchmied_SFF_Betriebsaufnahme.pdf
7_LQ_BM_Flyer_SFF_4.2019_NEU.pdf

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