Tram Bern – Ostermundigen: Projektänderungen werden öffentlich aufgelegt

Nächsten Montag startet die öffentliche Auflage der Projektänderungen beim Tram Bern – Ostermundigen (TBO). Für die Bevölkerung sind die Pläne zum Tramprojekt während 30 Tagen einsehbar. Wesentlichste Änderungen gegenüber dem ursprünglichen Projekt sind die End-Wendeschlaufe in Ostermundigen und die Brücke über die Autobahn A6. Die öffentliche Auflage für das Gebiet um den Bahnhof Ostermundigen folgt 2022. Das neue Tram steigert die Transportkapazitäten auf der heute überlasteten und durch Busse bedienten Achse. Zudem spart die Umstellung auf Trambetrieb jährlich rund 1'100 Tonnen CO2.

Ursprünglich war das Tram Bern – Ostermundigen Teil des früheren Projekts «Tram Region Bern» (TRB) und bereits im Baubewilligungsprozess. Allerdings wurde das Verfahren 2016 sistiert. Doch nun nimmt das Ostermundiger Tram wieder Fahrt auf: Das Bundesamt für Verkehr (BAV) führt das Baubewilligungsverfahren weiter. In diesem Rahmen werden die Änderungen, die das Tram-Projekt gegenüber früher erfahren hat, ab nächsten Montag, 22. Februar 2021, in Bern und Ostermundigen während 30 Tagen öffentlich aufgelegt (siehe Box). Speziell geht es um die neu zu realisierende Wendeschlaufe im Ostermundiger Quartier Oberfeld und um die Brücke über die Autobahn A6.

Zahlreiche Vorteile
Seit Jahren schon ist die Kapazität der Buslinie 10 zwischen Bern und Ostermundigen ausgereizt. Das Tram auf der 4‘450 Meter langen Neubaustrecke zwischen dem Berner Viktoriaplatz und der Endhaltestelle Oberfeld bringt Entlastung für jährlich mehr als acht Millionen Fahrgäste. An acht von zwölf Haltestellen können Fahrgäste auf andere ÖV-Linien umsteigen. Niveaugleiches Ein- und Aussteigen wird überall möglich sein. Für Velofahrende gibt es etwa 30 Prozent mehr Velostreifen als heute. Auch sind manche Haltestellen zum Teil rückseitig umfahrbar, so etwa bei den Haltestellen Viktoriaplatz (stadtauswärts), Schönburg (stadtauswärts) und Rosengarten (stadteinwärts). Weiter wurde die Veloführung bei grossen Kreuzungen wenn immer möglich verbessert. Autofahrende können das Tram nur an drei von zwölf Haltestellen nicht überholen. Und: Beim Bahnhof Ostermundigen entsteht ein attraktiver Umsteigeknoten zwischen Tram, Bus und Bahn.
Die Umstellung vom Bus aufs Tram spart jährlich rund 1‘100 Tonnen klimaschädigendes CO2. Um die Tramlinie realisieren zu können, ist allerdings der Ersatz von Bäumen unausweichlich. Nach Abschluss der Bauarbeiten gibt es im Umfeld der neuen Linie 33 Bäume mehr als heute.

ÖV-Knoten Bahnhof Ostermundigen folgt später
Vom jetzigen Baubewilligungsverfahren und der öffentlichen Auflage ist das Areal um den Bahnhof Ostermundigen noch ausgeklammert. In diesem Gebiet ist die Tram-Planung eng mit der Planung der SBB verflochten. Die SBB plant parallel mehrere Projekte zwischen den Bahnhöfen Wankdorf und Ostermundigen. Dazu gehört auch der barrierefreie Ausbau des Ostermundiger Bahnhofs. Das Baubewilligungsverfahren für das Bahnhofareal wird nach derzeitiger Planung Mitte 2022 reaktiviert. 
Je nach Verlauf des Baubewilligungsverfahrens kann frühestens 2024 mit dem Bau der Tramlinie begonnen werden. Es wird mit einer Bauzeit von mindestens vier bis fünf Jahren gerechnet. Die Träger des Trams Bern – Ostermundigen (BERNMOBIL, Kanton Bern, Stadt Bern und Gemeinde Ostermundigen) rechnen mit Gesamtkosten von rund 264 Millionen Franken.

rme

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