21 umweltfreundliche Hybrid-Gelenkbusse für BERNMOBIL

BERNMOBIL beschafft als Ersatz der 22 Diesel-Gelenkbusse aus den Jahren 2002/2003 21 Hybrid-Gelenkbusse von Volvo. Damit wird in Bern ab Oktober 2016 die grösste Hybrid-Gelenkbusflotte der Schweiz verkehren. Über 20 Prozent weniger Treibstoffverbrauch, ein entsprechend reduzierter Ausstoss von CO2 und anderen Schadstoffen sowie deutlich weniger Lärm bedeuten mehr Lebensqualität für die Bevölkerung der Stadt Bern und der umliegenden Gemeinden.

Mit der Beschaffung von 21 Gelenk-Hybridbussen von Volvo nimmt BERNMOBIL in der Schweiz eine Pionierrolle bei der Umweltfreundlichkeit des öffentlichen Verkehrs ein. Bereits 2005 hatte BERNMOBIL mit der Beschaffung von Gasbussen und der teilweisen Verwendung von Biogas ihren Ausstoss von CO2 und anderen Schadstoffen deutlich reduzieren können. Dank der Hybridtechnologie, die den Elektro- mit dem Dieselmotor kombiniert, kann BERNMOBIL gegenüber konventionellen Gas- und Dieselbussen künftig über 20 Prozent Treibstoff einsparen und ihre Emissionen entsprechend weiter reduzieren.

Unterstützung der Energie- und Klimastrategie von Kanton und Stadt Bern
„Der Verkehr muss energieeffizienter werden, da er für einen Drittel des Energieverbrauchs verantwortlich ist“, betonte Regierungsrätin Barbara Egger-Jenzer an der heutigen Medienkonferenz von BERNMOBIL. Der Kanton Bern sei daher bereit, einen Beitrag an die Kosten alternativer Antriebstechnologien zu leisten.

Auch die Gemeinderätin und Verwaltungsratspräsidentin von BERNMOBIL, Ursula Wyss, zeigte sich glücklich über das Ergebnis der Ausschreibung, da dieses voll und ganz der städtischen Energie- und Klimastrategie 2025 entspreche. So solle im Bereich Mobilität die Effizienz der Energienutzung markant erhöht werden. Der Entscheid für die Hybridbusse sei ein erster Schritt, um die Ziele der städtischen Energie- und Klimastrategie zu erreichen. Deshalb unterstütze der städtische Ökofonds die Anschaffung der Hybridbusse mit Beiträgen.

René Schmied, Direktor BERNMOBIL, führte aus, dass der Hybridbus einen logischen Schritt hin auf dem Weg zur Elektromobilität bedeute. Der Hybridbus mit der Kombination von Verbrennungs- und Elektromotor vereinige bereits heute zu Teilen die grossen Vorteile der Elektromobilität. Dazu gehört neben dem reduzierten Schadstoffausstoss auch weniger Lärm. Gerade in dichtbebauten Gebieten leiden viele Leute unter dem vom Strassenverkehr verursachten Lärm. Während rund 30 Prozent seiner Betriebszeit verursacht der Hybridbus kaum Lärm, da nur der Elektromotor läuft. Entsprechend wird sich die Lärmbelastung für die Anwohnerinnen und Anwohner verringern.

Ersatz von Dieselgelenkbussen als Ausgangspunkt
Die 21 Hybrid-Gelenkbusse ersetzen die 22 Diesel-Gelenkbusse Hess/Volvo aus den Jahren 2002/2003. Diese haben ihr Lebensende erreicht. BERNMOBIL hat daher im März 2015 eine Ausschreibung von 20 Gelenkbussen plus eine Option für weitere zehn Fahrzeuge vorgenommen. Die Ausschreibung erfolgte in Absprache mit den Partnern Kanton Bern, Stadt Bern, Energie Wasser Bern und dem Ökofonds technologieneutral. Zugelassen waren Gas-, Diesel- und Hybridantriebe. Ziel dieser Ausschreibung war, dasjenige Fahrzeug zu bestimmen, das Wirtschaftlichkeit und Umweltfreundlichkeit am besten verbindet. Insgesamt erhielt BERNMOBIL vier Offerten von drei Herstellern für Gas-, Diesel- und Hybridbusse. Die Bewertung der Offerten ergab ein klares Resultat zugunsten des Hybridbusses von Volvo. BERNMOBIL wird daher Volvo mit der Lieferung von 21 Hybrid-Gelenkbussen beauftragen.

Investitionskosten über 12,3 Millionen Franken
Die Investitionskosten für alle Fahrzeuge inklusive Zusatzausrüstungen wie beispielweise für die Fahrgastinformation oder die Fahrgastzählung betragen insgesamt 12,3 Millionen Franken. Dank den Beiträgen des Kantons Bern und des städtischen Ökofonds sowie einem Beitrag aus den freien Reserven BERNMOBIL erreicht der Hybridbus eine mit dem Dieselbus vergleichbare Wirtschaftlichkeit. Die Busse werden ab Mitte August bis Ende Oktober 2016 ausgeliefert werden.
Die bestehende Gasbusflotte wird mit einem Treibstoffanteil von fast 40% Biogas weiter betrieben werden. Die Gasbusse werden so zusammen mit den Hybridbussen auch weiterhin einen wichtigen Beitrag für einen umweltfreundlichen öffentlichen Verkehr in Bern leisten.

So funktioniert der Hybridbus
Der Hybridbus weist einen Elektromotor und einen Dieselmotor auf. Der Elektromotor wandelt die Bremsenergie des Hybridbusses in elektrische Energie um, speichert diese in einer Batterie und stellt sie dem Elektromotor zur Verfügung. Der Hybridbus von Volvo weist einen sogenannten Parrallelhybrid-Antrieb auf. Dies bedeutet, dass Elektromotor und Dieselmotor gemeinsam oder eben parallel zueinander den Bus antreiben. Bei tiefen Geschwindigkeiten und Leistungen reicht der Elektromotor für den Antrieb aus. Wird mehr Leistung benötigt, schaltet sich automatisch der Dieselmotor zu und stellt die zusätzlich benötigte Leistung zur Verfügung. Gerade für den Stadtbetrieb ist der Hybridbus dank der vielen Stop-and-Go-Situationen sehr geeignet; er kann dort sein Treibstoffsparpotential optimal ausnützen. Die Treibstoffeinsparung gegenüber reinen Diesel- oder Gasantrieben beträgt über 20 Prozent.

 

 

rme

Weitere Dokumente

Referat_René_Schmied_Hybridbusbeschaffung_2015_09_10.pdf
Referat_Markus Anderegg_Hybridbusbeschaffung_2015_09_10.pdf
Referat_Markus Anderegg_Hybridbusbeschaffung_2015_09_101.pdf
Referat_RR_BEJ_Hybridbusbeschaffung_2015_09_10.pdf
Referat_Ursula_Wyss_Hybridbusbeschaffung_2015_09_10.pdf
2015-09-10-Präsentation_MO_V4.pdf
Typenbild_Hybridbus.tif
Technische Daten Volvo 7900 LAH Hybrid-Gelenkbus DE.pdf

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