Weiterführung der Blindenkarte des VöV bei den SVB

Am 18. April 2001 erschien im Bund ein Artikel über die Blindenkarte des VöV. Darin wur-de richtig festgehalten, dass die Stadt Bern die Finanzierung dieser Fahrvergünstigung aufheben wird. Nicht richtig ist hingegen, dass die SVB die Blindenkarte abschaffen bzw. nicht mehr akzeptieren sollen! Auch die SVB sind klar der Meinung, dass Blinde und Seh-behinderte nach wie vor die VöV-Karte gratis erhalten sollten.

Wir bedauern, dass mit der Publikmachung dieses noch nicht abgeschlossenen Falls der Eindruck entstanden ist, wir wollten die Behinderten benachteiligen. Das Gegenteil ist der Fall: Wir wollen gerade auch Behinderten die Benützung des öffentlichen Verkehrs er-leichtern und setzen uns seit Jahren vehement dafür ein.

Im Dezember 2000 haben wir die Beratungs- und Rehabilitationsstelle für Sehbehinderte und Blinde über die Absicht der Stadt Bern informiert, die Beitragszahlungen einzustellen. Gleichzeitig haben wir aufgezeigt, welches die Konsequenzen daraus sind. Im gleichen Schreiben haben wir empfohlen, direkt bei der Stadtverwaltung vorzusprechen und eine Wiedereinführung dieser Unterstützungsleistung zu beantragen. Zudem hatten wir mit der Beratungs- und Rehabilitationsstelle vereinbart, anschliessend die Öffentlichkeit über die Medien zu informieren.

Die SVB gelangten inzwischen selbst nochmals an die Stadtverwaltung mit der Bitte, die Zahlungen weiterhin zu leisten, damit den Blinden und Sehbehinderten die VöV-Karte weiterhin kostenlos abgegeben werden kann. Auf diese Anfrage hin hat uns die Stadtver-waltung leider erneut bestätigt, dass sie keine Veranlassung sieht, die Blindenkarten zu finanzieren. Mitte April 2001 erhielten wir dann eine Kopie des Briefes der Beratungs- und Rehabilitationsstelle für Sehbehinderte und Blinde an die Stadtverwaltung, worin die Stadtverwaltung gebeten wird, auf ihren Entscheid zurück zu kommen.

Zwar ist nun der Entscheid bei der Stadt Bern gefallen, nicht aber bei den SVB. Wir suchen nun nach einer Lösung, die Blinden und Sehbehinderten weiterhin in den Genuss eines attraktiven Fahrausweises kommen zu lassen. Bis dahin können die Blindenkarten weiter nach dem bisherigen Muster bezogen werden.

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