Tramlink – ergonomisch unterwegs!

Ergonomie am Arbeitsplatz spielt nicht nur in Büros eine wichtige Rolle. Auch die Führerstände von Trams müssen diesbezüglich hohe Anforderungen erfüllen. Eine kürzlich durchgeführte Ergonomieüberprüfung stellt den neuen Fahrzeugen ein gutes Zeugnis aus – und letzte Optimierungswünsche konnten in die bevorstehende Produktion miteinfliessen.

Wie komfortabel sitzt es sich im Führerstand eines neuen Trams? Wo besteht die Gefahr chronischer Schmerzen durch Fehlbelastungen? Sind Schalter und Knöpfe gut bedienbar? Die Klärung dieser und weiterer Fragen spielt bei der technischen Einrichtung eines neuen Führerstandes eine wichtige Rolle.

Der Mockup - nah am Original

Wie in der übrigen Fahrzeugindustrie sind auch neue Tram-Modelle vor der Produktion meist nur digital als 3-D-Modelle verfügbar. Damit die ergonomischen Aspekte dennoch nahezu eins zu eins überprüft werden können, bedient man sich eines so genannten Mockups – einer nicht funktionsfähigen Attrappe, die reale Eindrücke der Innenausstattung und des Designs liefert. Auch BERNMOBIL bediente sich im Rahmen der Tramlink-Beschaffung eines Mockups für die Beurteilung des Führerstands. Unter der Federführung von Ginie Meier, Fachspezialistin für Ergonomie am Arbeitsplatz und dipl. Physiotherapeutin haben BERNMOBIL-Mitarbeitende den Mockup Mitte Mai genau unter die Lupe genommen. Das Fazit von Ginie Meier fiel durchwegs positiv aus. «Die Ergonomie des Tramlink-Führerstandes gestaltet sich sehr gut. Es gibt noch einige Anpassungen im Detail; aber für 90 Prozent der Mitarbeitenden sollte der Führerstand bereits in diesem "Reifegrad" ein bequemes und damit sicheres arbeiten ermöglichen.» Die gesammelten Optimierungswünsche werden nun mit der Herstellerin Stadler Rail besprochen – so dass sie in die Serienproduktion miteinfliessen können. Die Inbetriebnahme des ersten Tramlink auf dem Netz von BERNMOBIL ist für Frühjahr 2023 geplant. 

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