Glanzleistung mit Regenwasser
Saubere Busse und Trams: So sorgt BERNMOBIL mit Herz, Handarbeit und ressourcenschonender Technik für ein gutes Fahrgefühl.
07.08.2026
Busse und Trams von BERNMOBIL legen jeden Tag viele Kilometer zurück. Dabei sammeln sich auf den Fahrzeugen Spuren des Alltags an, von Blütenstaub über Strassenschmutz bis hin zu Streusalz. Moderne und ressourcenschonende Waschanlagen sorgen dafür, dass die Fahrzeuge wieder sauber und einsatzbereit sind.
Rund 160 Busse und 60 Trams bringen unsere Fahrgäste jeden Tag an ihr Ziel. Deren Sauberkeit ist nicht nur «Luxus» sie sorgt auch für ein erhöhtes Sicherheitsempfinden unserer Fahrgäste. Zwei Waschstrassen sorgen dafür, dass unsere Fahrzeuge regelmässig von Staub und Schmutz befreit werden.
Sauberkeit im Kreislauf
«Ein Tram wird alle 15 bis 20 Tage einmal durch die Waschstrasse gefahren», erklärt Peter Läderach, Leiter Tramdepot bei BERNMOBIL. Dies ergibt pro Monat rund 120 Waschvorgänge in der Waschanla-ge im Depot Bolligenstrasse. Zunächst fährt ein Werkstattmitarbeiter das Tram in die Anlage, startet das Waschprogramm, und dann läuft alles vollautomatisch. XXL-Bürsten fahren an den Seiten, an Front und Heck und den Dachschrägen entlang. Zeitgleich wird ein Gemisch aus Wasser und Reinigungsmittel aufgetragen. «Im <Öko-Programm> dauert ein Waschgang rund 17 Minuten», so Läderach. Die Waschprogramme «Standard» und «Intensiv» dauern bis zu einer halben Stunde; sie kommen jedoch nur bei groben Verschmutzungen zum Einsatz – wie dies etwa im Winter in Folge von Streusalz der Fall ist.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Temperaturen in den Linienbussen werden automatisch geregelt.
- Türöffnungen in Kombination mit der Aussentemperatur verändern Klima im Fahrgastraum laufend.
- Wärmepumpen sind auf Effizienz und Durchschnittswerte ausgelegt.
«Damit wir unsere Trams ökologisch so schonend wie möglich reinigen können, verwenden wir ausschliesslich Regenwasser, dass in grossen Tanks im Boden des Depots Bolligenstrasse gespeichert wird.» Und das Beste daran: Das verwendete Regenwasser läuft nach der Reinigung in einen Grobfilter, wird anschliessend mit Chemikalien gereinigt, durch einen Infrarotfilter zum Abtöten von Bakterien geleitet und gelangt schlussendlich als so genanntes Brauchwasser wieder in den Kreislauf für den nächsten Waschvorgang. «Durch die Wiederverwendung des Brauchwassers muss pro Waschvorgang nur ca. 20 Prozent Regenwasser hinzugefügt werden.»
Und die Buslfotte?
Bei den rund 160 Bussen achtet BERNMOBIL genauso auf Sauberkeit wie bei den Trams. «Wie oft unse-re Busse gewaschen werden, hängt stark von der Witterung ab», erklärt Pascal Mäder, Leiter Busdepot bei BERNMOBIL. «Im Sommer reicht meist eine Reinigung alle drei bis vier Tage. Im Winter werden die Fahrzeuge aufgrund von Nässe, Schmutz und Streusalz fast doppelt so viel gewaschen.» Der Waschvorgang verläuft zum grössten Teil automatisiert in einer Waschstrasse wie man sie etwa von PKWs kennt. «Einzig das Heck der Trolleybusse muss aufgrund der Stromabnehmer von Hand gereinigt werden.»
Da das Busdepot derzeit nicht über eine Regenwassernutzung verfügt, wird dem aufbereiteten Brauchwasser rund zehn Prozent Frischwasser beigemischt. Dies stellt sicher, dass die Wasserqualität den Anforderungen für eine effiziente Fahrzeugreinigung entspricht.
80 Kubik pro Woche
Für die Reinigung der Busflotte benötigt BERNMOBIL im Normalfall zwischen 60'000 und 80'000 Liter Wasser pro Woche. Zum Vergleich: Eine Person verbraucht im Alltag im Haushalt durchschnittlich rund 150 Liter Wasser pro Tag. Um auch in Trockenperioden verantwortungsvoll mit dieser Ressource um-zugehen, reduziert BERNMOBIL bei Wasserknappheit die Reinigung der Fahrzeuge auf dem Stadtnetz um bis zu 80 Prozent. Dies war beispielsweise im Juli und August 2026 der Fall.
BERNMOBIL-Podcast: «Ä suberi Sach!»
Saubere Fahrzeuge entstehen jedoch nicht allein in den Waschanlagen. Tag für Tag sorgen zahlreiche Mitarbeitende dafür, dass sich unsere Fahrgäste auch im Innern von Bus und Tram wohlfühlen. Wer mehr über ihre Arbeit erfahren möchte, findet spannende Einblicke rund um die Tram und Busreinigung in der Folge «Ä suberi Sach!» des BERNMOBIL-Podcast.
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